Why?

The gap between rich and poor is widening. This is a well known and accepted fact.

This is mainly because our economics today is based on a teaching from the 18th century. From a time long before the French Revolution. Because the principles of Adam Smith’s teaching are still applied in politics and business today, this grotesque financial imbalance exists in the world.

Humanity is addicted, addicted to growth. The forests are burning, the poles and glaciers are melting, the seas are polluted with plastic. But still politicians shout „alarm“ when growth slows. If someone is so morbidly addicted, he must go into rehab. You have to withdraw the drug from him.

Therefore: Away with the drug „Money“!

You see, something has to be done and you wouldn’t mind doing it at all, but you tell yourself, „Why should I do this, others get paid for it“. That is „a perfectly normal reaction“.

Sit back for a moment and try to realize how grotesque this thought is. Because there is money, one rejects the obvious. And this absurd behavior runs through our entire lives.

Why?         How?         What will happen?

Warum?

1. Weil Not herrscht, nur weil Menschen kein Geld haben obwohl genug da ist

Gerade wird unvorstellbar viel Geld bereitgestellt, um den Menschen zu helfen, die durch die Corona-Krise in Not geraten.

Dabei geht es aber nicht um die Bereiche, die die Güter zur Versorgung dieser Menschen bereitstellen. Diese Bereiche funktionieren auch ohne Hilfen. Es wird genug zu essen, genug Kleidung, genug Energie produziert. Auch genug Wohnraum ist vorhanden. Es geht nur darum, dass die Menschen, deren Arbeitsplatz verloren geht, all dies alles plötzlich nicht mehr bezahlen können.

Es gäbe genauso viel zu essen, genug Kleidung, genug Energie wenn unsere Gesellschaft auf freiwilliger Basis funktionieren würde, also ohne Geld. Auch der Wohnraum bleibt da. Der Unterschied ist, dass alles auf freiwilliger Basis produziert wird. Jeder wäre versorgt, auch ohne die Billionen an Corona-Hilfe und die außerordentlich großen Bemühungen der Politiker hierfür.

Wozu also all diese Hilfen, wenn genug da ist. Wir müssten nur das Geld abschaffen, dann hätte jeder Zugang zu den Gütern, auch ohne die großen Anstrengungen der Politik.

2. Weil eine Klimakatastrophe droht, wenn sich nicht schnell etwas ändert

Seit fünfzig Jahren warnen Experten aus verschiedenen Disziplinen vom Club of Rome davor, dass die Erde bedroht ist, wenn der Konsum weiter wächst. Der Konsum hat sich aber nicht verlangsamt sondern ist seitdem sogar auf das Dreifache angestiegen. Dabei sind die Menschen nicht glücklicher geworden.

Inzwischen brennen die Wälder, die Pole und Gletscher schmelzen, die Meere sind verschmutzt mit Plastik. Aber die Politiker schreien „Alarm“ wenn sich das Wachstum verlangsamt.

Die „unsichtbare Hand des Marktes“ findet immer einen Weg, den Konsum, den der Markt braucht um zu bestehen, zu steigern. Kosmetische Veränderungen am heutigen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem werden daran nichts ändern weil der Markt immer eine Lücke findet, um weiter machen zu können wie bisher. Wir müssen der unsichtbaren Hand ihr Werkzeug nehmen, und zwar das Geld.

3. Weil die Schere zwischen arm und reich immer größer wird

Dies ist eine allgemein bekannte und akzeptierte Tatsache. Der Grund dafür ist, dass unsere heutige Volkswirtschaftslehre auf einer Lehre aus dem 18. Jahrhundert beruht. Aus einer Zeit lange vor der französischen Revolution. Mit dieser Lehre versuchte man, das Leben der Menschen aus der unteren Gesellschaftsschicht erträglicher zu machen, trotz Mangel an allem. Da diese Grundsätze der Lehre von Adam Smith noch heute in Politik und Wirtschaft angewandt werden, gibt es dieses groteske finanzielle Ungleichgewicht auf der Welt. Adam Smith hätte sich weder Grenzen des Wachstums und geschweige denn Klimawandel vorstellen können.

Wenn es kein Geld mehr gibt, dann gibt es auch kein Arm und Reich mehr.

Warum?         Wie?         Was wird passieren?

How ?

Due to the fact that all countries in the world are indebted with a few exceptions, almost all citizens of the world are also indebted. Should the banks demand their money back, all citizens would have to contribute. That is why everyone naturally has an interest in abolishing money.

In the event of a democratic vote on the abolition of money, an approval could be expected with certainty. But nobody would really lose because nobody gets “poor”.

The next step is to set a deadline on which all money in the world will be devalued to zero.

At the same time, all people are called upon not to change their behavior with regard to work and leisure.

Why?         How?         What will happen?

Wie ?

Nahezu alle Länder der Welt sind verschuldet. Selbstverständlich sind somit auch alle Bürger dieser Länder verschuldet, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. Die Schuld eines jeden Deutschen beläuft sich ungefähr auf 25.000 Euro. Das ist so viel wie die durchschnittliche Höhe der Spareinlagen von mindestens der Hälfte aller Deutschen. Diese Tatsache kann man wahrscheinlich für alle Industrienationen verallgemeinern. Sollten die Banken ihr Geld zurückfordern, müssten alle Bürger zahlen. In den Nicht-Industrienationen sind die finanziellen Bedingungen der Menschen wahrscheinlich noch ungünstiger.

Die meisten Menschen sparen Geld nicht zum Selbstzweck sondern um für die Zukunft vorzusorgen. In einer Gesellschaft auf Freiwilligkeit muss man nicht für die Zukunft vorsorgen, da man naturgemäß bis an sein Lebensende versorgt ist. Ähnlich wie beim sozialen Netz in der Solidargemeinschaft. Man muss nicht 100.000 Euro für eine Operation hinlegen da alle dazu beitragen. In der Gesellschaft auf Freiwilligkeit betrifft das allerdings alle Bereiche des Lebens. Es ist deshalb nicht schlimm, wenn das Ersparte weg ist.

Die finanziell Bessergestellten und auch die Banken haben ihr Geld angelegt. Da es keine Enteignungen gibt, wird dieses Vermögen nicht angetastet. Niemand würde also wirklich benachteiligt.

Bei einer weltweiten demokratischen Abstimmung über die Abschaffung des Geldes wäre mit Sicherheit mit einer Zustimmung zu rechnen.

Im nächsten Schritt wird ein Stichtag festgelegt, an dem alles Geld der Welt auf null entwertet wird.

Gleichzeitig werden alle Menschen dazu aufgerufen, ihr Verhalten bezüglich Arbeit und Freizeit nicht zu ändern. Werbung muss vermieden werden damit in dieser Vorperiode nicht unnötige Bedürfnisse geweckt werden, die naturgemäß nicht vorhanden sind.

Politiker dürfen nicht mehr argumentieren: „Weiter so, nur ein bisschen anders“ sondern: „Wir müssen ab jetzt ganz anders!“ Das ist auch eine Möglichkeit für diese, um sich neu zu profilieren und um aus dem „Einheitsbrei“ der Politik herauszukommen. Damit würde man auch Strömungen aufhalten, die durch Drift nach rechts nach Abwechslung suchen.

Die Idee des geschwisterlichen Miteinanders entspricht auch vollkommen der Lehre des Christentums, dem immerhin ein Viertel der Menschheit anhängt. Papst Franziskus ist ein glühender Verfechter dieser Idee.

Da sich nichts an den Eigentumsverhältnissen ändert, wird es keine wirklich Benachteiligten geben, niemand muss Angst haben. Niemand muss beim Übergang in diese geldlose Gesellschaft enteignet werden. Eigentum, das man nicht braucht, wird irgendwann von alleine abgegeben. Eigentümer großer Landflächen oder vieler Mietobjekte bleiben trotzdem Eigentümer dieser Immobilien. Aber sie sind kein Wertgegenstand mehr sondern werden allmählich zu einer Last, von der sie sich wahrscheinlich trennen werden. Sie würden nur so viel Land oder Wohnraum behalten, wie sie selbst bewirtschaften können.

Eine Tonne Gold ist eine Tonne Gold. Da man für nichts etwas bezahlen muss, braucht man auch kein Gold als Wertanlage. Man wird das Gold zu Schmuck verarbeiten und diesen Schmuck verschenken, da es normal ist, zu verschenken und Geschenke zu bekommen. Oder man verarbeitet es zu Kontakten für elektronische Geräte.

Warum?         Wie?         Was wird passieren?

What will happen?

Not much will happen at first, everything will continue as normal. The only difference is that there is no money. With the Covid-19 lockdown, humanity has proven that even major interventions in daily life can be mastered with a lot of discipline.

The whole of society will change. The limiting thought: „I’m not paid for this, so I don’t do it.“ will disappear from people’s minds.

The regulation of the supply, which is now carried out by the free market with all its disadvantages such as overproduction or the creation of artificial bottlenecks, is taken over by communication between all parties under the supervision of experts.

What is now being striven for with Industry 4.0 in order to make large competing companies more competitive will then be used for general communication with one another and for the benefit of all people.

Small and medium-sized businesses are increasingly being run like real family businesses. The ownership structure is clear and simple and since there is no competitive pressure, the company management will be able to take care of the good working atmosphere even better. Your reward is recognition by your employees, the best reward.

Large and global companies will break up into smaller companies. People who lose their jobs as a result become active in civil society. Civil society will grow very rapidly as there is no longer any difference between paid and unpaid work. Everyone will find work there according to their abilities and inclinations.

It will be similar in agriculture. Since there is no competitive pressure and no incentive for management to get rich with money, the fields and stables will become smaller again. Over time, people’s mobility will return to a comfortable level. This will free up large agricultural areas for food production that are now needed for the production of biofuels.

In addition, a big and strong civil society will ensure that areas of the world that have been turned into deserts by human activities are reclaimed. It’s much easier than realizing plans to colonize the Moon or Mars.

There will be no expropriations in the transition to this moneyless society, since property that you don’t need will be given away by itself. An example: a wealthy person owns a large area of ​​land. If there is no more money, he/she still owns this land. Therefore it is no longer an object of value but becomes a burden that he will probably part with. He will only keep as much land as he can cultivate himself.

Achievement comes from gratitude and the joy of being able to do something for others. This gratitude will inspire people and replace the motor of fear for loose the work or greed for more wages. Aren’t we often more excited about giving a birthday present than we are about receiving it? It’s just a human trait. Just like to get everything for free.

Why?         How?         What will happen?

Eberhard Licht
Brussels

Was wird passieren?

Wenn die Politiker und vielleicht auch die Verantwortlichen in den Kirchen gute Arbeit geleistet haben um die Menschen entsprechend zu motivieren, wird zunächst nicht viel passieren. Alles läuft ganz normal weiter, jeder geht seinem Beruf und seinen Verpflichtungen nach und bekommt dafür kostenlos das was er braucht. Der einzige Unterschied ist, dass kein Geld fließt. Die Menschheit hat beim Covid-19 Lockdown bewiesen, dass auch große Eingriffe in das tägliche Leben mit viel Disziplin gemeistert werden.

Die gesamte Gesellschaft wird sich mit der Zeit wandeln. Der limitierende Gedanke: „Dafür werde ich nicht bezahlt, also mache ich es nicht.“ wird aus den Köpfen der Menschen verschwinden.

Leistung entsteht durch Dankbarkeit und Freude, etwas für andere tun zu können. Diese Dankbarkeit wird die Menschen beflügeln und den Motor der Angst um den Arbeitsplatz oder der Gier nach mehr Lohn ersetzen. Freuen wir uns nicht oft mehr darüber, ein Geburtstagsgeschenk zu übergeben als darüber, es zu bekommen? Das ist ganz einfach eine menschliche Eigenschaft. Genau wie die, am liebsten alles gratis zu bekommen.

Was passiert mit Luxusgütern, die limitiert sind?

Dazu müssen wir erst einmal fragen, warum es Luxusgüter gibt. Menschen haben nicht das natürliche Bedürfnis, mit einem 500 PS starken Geländewagen durch die Stadt zu fahren oder alleine in einem großen Schloss zu wohnen. Diese Bedürfnisse werden geweckt, weil Autohersteller oder Immobilienhändler viel Geld verdienen, wenn sie diese Güter verkaufen. Wenn es kein Geld gibt und man demzufolge kein Geld verdienen kann, strengt man sich nicht an, um Bedürfnisse zu wecken, die naturgemäß nicht da sind. Wer pflastert mühsam eine Straße, die ins Nirgendwo führt? Ich denke, nach einer Übergangszeit wird niemand mehr das Bedürfnis nach knappen Luxusgütern haben, auch weil die soziale Rangordnung verschwindet. In einem wirklich geschwisterlichen Miteinander gibt es nicht das Bedürfnis, sich mit Äußerlichkeiten hervorheben zu müssen. Und diese Übergangszeit wird so aufregend und spannend sein, dass man das Übergangsproblem mit den Luxusgütern sicher vernachlässigen kann.

Was passiert mit der Leistungsbereitschaft, neuartige Dinge zu entwickeln?

Wir befinden uns in einer sehr schnelllebigen Zeit. Ein Symptom dieser Zeit ist, dass viel zu viel Abfall entsteht und Vorräte aufgebraucht werden, gerade weil neuentwickelte Dinge in immer kürzeren Zeitabständen auf den Markt geworfen werden. Wer trauert nicht dem guten alten Waschautomaten nach, der nicht schlechter war als der neueste, aber 20 Jahre lang gehalten hat. Es würde uns nicht schaden, wenn wir unser Handy vielleicht drei Jahre lang benutzen und nicht jährlich wegwerfen, weil ein Neues angepriesen wird.

Unsere Leistungsbereitschaft und Neugier wird nicht verschwinden, nur weil es kein Geld gibt. Wir werden weiterhin Ideen haben, und es wird viel einfacher sein, Gleichgesinnte zu finden um die Idee verwirklichen zu können. Wahrscheinlich werden viel weniger Ideen in Schubkästen verschwinden, weil es heute für deren Verwirklichung keine finanziellen Möglichkeiten gibt.

Aber wird es dann nicht sein wie in der ehemaligen DDR, wo jede Kreativität ausgebremst wurde?

Ich habe selbst als frischgebackener Absolvent in einem Forschungsinstitut dort gearbeitet. Meine Ideen wurden nicht angehört, weil es eine Hierarchie gab und die Vorgesetzten ihr Geld bekamen, egal ob es Neuentwicklungen gab oder nicht. Warum sollte man sich Mühe geben? Und genau dies ist der Punkt. In der Gesellschaft auf Freiwilligkeit gibt es keine auf Gehaltsstufen begründete Hierarchie. Wenn es eine Idee gibt, bildet sich ein Cluster von Gleichgesinnten, die diese Idee verwirklichen.

Man kann diese neue Gesellschaft überhaupt nicht mit sozialistischen Gesellschaftsformen vergleichen, es ist das komplette Gegenteil. Im Sozialismus gibt es Geld aber kein Eigentum und hier gibt es Eigentum aber kein Geld.

Wir dürfen keine Angst vor den Veränderungen haben. Wir müssen versuchen, uns die Gratis-Versorgung nicht  wie die Schlacht am kalten Buffet oder den Black Friday vorzustellen sondern vielleicht eher, wie einen ganz entspannten All-Inclusive-Urlaub, bei dem wir wissen, dass alles bis zum Ende gratis ist. Viele unserer angeborenen guten Eigenschaften werden zum Vorschein kommen wenn wir nicht mehr durch Geldnot zur täglichen Arbeit gezwungen werden sondern freiwillig arbeiten gehen.

Die Regelung der Versorgung, die jetzt durch den freien Markt mit all seinen Nachteilen wie Überproduktion oder Schaffung künstlicher Engpässe erfolgt, wird durch die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten übernommen. Das was jetzt mit Industrie 4.0 angestrebt wird, um konkurrierende große Firmen wettbewerbsfähiger zu machen, wird dann zur allgemeinen Kommunikation miteinander und zur Sicherung der Wohlfahrt aller Menschen angewendet.

Große und globale Unternehmen werden in kleinere Unternehmen zerfallen. Der Trend, Arbeitskräfte einzusparen wird sich umkehren und es wird für Viele Beschäftigungsmöglichkeiten geben.

Kleine und mittlere Unternehmen werden zunehmend wie wirkliche Familienunternehmen geführt. Die Eigentumsverhältnisse sind klar und einfach und da der Wettbewerbsdruck entfällt, wird sich die Firmenleitung noch besser um das gute Arbeitsklima kümmern können. Ihr Lohn ist Anerkennung durch die Mitarbeiter, ein guter Lohn.

Ähnlich wird es in der Landwirtschaft sein. Da auch hier der Wettbewerbsdruck entfällt und der Anreiz für das Management, mit Geld reich zu werden, werden die Felder und Ställe wieder kleiner werden. Mit der Zeit wird die Mobilität der Menschen wieder auf ein ruhigeres Maß zurückgehen. Dadurch werden große landwirtschaftliche Flächen, die jetzt für die Erzeugung von Biobrennstoffen gebraucht werden, für die Nahrungsmittelprodukton frei.

Die Zivilgesellschaft, bestehend aus Commons, wird sehr stark anwachsen, da es keinen Unterschied mehr zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit gibt. Jeder wird entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen eine Tätigkeit dort finden.

Wahrscheinlich wird sich die starke Zivilgesellschaft auch großen Aufgaben widmen, deren Verwirklichung heute undenkbar ist, weil das Geld dafür fehlt. Es könnten Gebiete der Erde, die durch menschliche Tätigkeiten zu Wüsten geworden sind, wieder urbar gemacht werden. Das ist viel einfacher, als die Realisierung von vorliegenden Plänen zur Besiedelung des Mondes oder des Mars.

Unser Freizeitverhalten wird sich in zweierlei Hinsicht ändern. Da die soziale Rangordnung verschwindet weil es keine „Reichen und Armen“ sondern solidarisches Miteinander gibt, werden wir auch weniger Wert auf Äußerlichkeiten legen. Anstatt in das Shopping-Center zu gehen, beschäftigen wir uns mit unseren Hobbys. Natürlich auch deshalb, weil uns niemand durch Werbung zu Neuanschaffungen drängt.

Welche Auswirkungen wird es für unsere Wirtschaft geben?

Man kann sich die Weltwirtschaft ganz trivial vorstellen wie zwei Kreisläufe. Einen kleinen Kreislauf, der die gewöhnliche Nahrungsmittel- und Konsumgüterproduktion, Produktion von Energie, Bereitstellung von Trinkwasser, Dienstleistungen, Handel und den Konsum durch Befriedigung des täglichen Bedarfs umfasst.  

Im kleinen Kreislauf, dem einfachen „Markt“, konzentrieren sich fast alle materiellen Werte. In diesen Kreislauf wird nicht aktiv eingegriffen. Er funktioniert auch nach den Covid-19-Einschränkungen reibungslos (wenn man von Hamsterkäufen absieht). Er wird auch ohne Geld funktionieren, es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.

Das Prinzip des Marktes beruht auf Wachstum. Da wir aber nicht unendlich viel essen können hat sich ein zweiter Kreislauf herausgebildet. Er hat nichts mit den Grundbedürfnissen der Menschen zu tun, deshalb nennen wir ihn den Subjektiven Kreislauf:

Der subjektive Kreislauf besteht hauptsächlich aus ideellen Werten wie Aktienkursen, Spekulationen mit Öl, Gas, Saatgut, Rohstoffen oder Geldflüssen, globalem Handel, multinationalen Bau- und Pharmaunternehmen, Rauschgift- und Menschenhandel etc. Wenn das Geld verschwindet, wird sich dieser Kreislauf einfach auflösen. Den Menschen, die heute innerhalb dieses Kreislaufes tätig sind wird nichts passieren, da diese ja durch den kleinen Kreislauf versorgt werden und das bleibt auch so.

Natürlich hat das Verschwinden gewisse Auswirkungen auf den kleinen Kreislauf, da viele Dinge dann mit mehr Aufwand produziert werden müssen. Aber das wird auch wieder Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Sicher werden manche Dinge übergangsweise gefühlt knapper. Diejenigen, die das hauptsächlich betrifft – wir in den entwickelten Industriestaaten – leben jedoch im Überfluss, ohne dass wir glücklicher sind als vor einigen Jahren, als der Konsumstandard, den wir fälschlicherweise Lebensstandard nennen, viel niedriger war. Mit diesem Puffer könnten wir den Rückgang der Produktivität auf Grund der Verlangsamung des kleinen Kreislaufes durch den Wegfall des großen Kreislaufes sicher abfedern.

Warum?         Wie?         Was wird passieren?

Eberhard Licht
Brüssel

A world without money